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Wenn ihr hier gelandet seid, sucht ihr die Lösung eines Problems - Irgendwas an euremSound gefällt euch nicht so richtig. Ein neuer Pickup soll`s richten. Nur was für einer?Ich kann euch diese Entscheidung zwar nicht abnehmen, aber ich kann ein paar Denk-anstöße geben die euch helfen, den richtigen Tonabnehmer zu finden. Spielt eure Gitarre ohne Verstärker mal an. Hört genau hin wie eine einzeln ange-schlagene Saite klingt. Wie klingen ganze Akkorde? Habt ihr eine Gitarre die unverstärkteher warm (meistens meint man damit, das die unteren Mitten stärker betont werden)oder Hart (betonte obere Mitten) klingt? Jetzt überlegt erstmal in welche Richtung ihr den Sound lieber hättet. Jetzt kann man schon mal eine Vorabauswahl treffen. Ihr habt hier schon mal die Möglichkeit den Sound eures Instrumentes in eine bestimme Richtungzu bringen. Bei einer Gitarre mit einem warmen Grundsound könnt ihr das mit einem passenden Pickup weiter in diese Richtung treiben, oder ihr könnt dem mit einem eherhöhenbetontem Pickup entgegenwirken. Ich will das mal an einem Beispiel erklären:Nehmen wir mal (weil ich die grad zu Hand hab) eine 84” Vintage Reissue-Strat. DieseGitarre hat gemessen an den meisten anderen Standard-Strats einen recht warmen Klang. Mein Kunde hat an ihr bemängelt das, wenn er vom Hals- zum Steg-Pickup um-schaltet der Klang zu scharf wird. Es passte nicht recht zu den beiden anderen Pickups.Nach dem ich einen SC60x Alnico eingebaut hab passte der Sound. Dieser Pickup hatden warmen Grundsound dieser Gitarre besser umgesetzt als der Orginal-Tonabnehmerder einen eher harten Sound hatte. Spasseshalber hab ich mir in diese Gitarre auch mit einem SC50X angehört. Dieser Pickup hat einen sehr scharfen Sound, und was da zu hören war klang eher wie eine Tele als nach einer Strat. Man muß einfach wissen wasman will. Das Blöde an der Sache ist nur, das man den Angaben der Pickup-Anbieter (also auchmir) zum Sound glauben muß. Das heißt natürlich nicht das die alle lügen, aber das Problem an Beschreibungen ist nun mal, das man sich einer recht blumigen Sprache bedienen muß: Warmer Sound, verhangener Sound, Attack usw. Da kann jeder was anderes drunter verstehen. Aber dafür gibt es doch Soundfiles, werdetihr jetzt sagen. Stimmt, aber das ist nicht eure Gitarre die ihr da hört. Machen wir uns nichts vor, ein Tonabnehmer kann nur das verarbeiten was er vom Rest der Gitarre anSound bekommt. Und das ist von Gitarre zu Gitarre verschieden. In der Regel hört ihr einhochwertiges schweineteures Instrument das über einen ebenfalls schweineteuren Amp über ein schweineteures Mikro aufgenommen wird (am besten noch `n bischen Hall dazu). Bei euch klingt das dann aber ganz anders. Ihr schielt jetzt bestimmt nach linksauf den Button mit der Aufschrifft “Sound-Files”. Da bin ich wohl nicht besser als die anderen. Aber ich verzichte auf Effekte, damit ihr einen besseren Vergleich ziehen könnt.Ich verwende auch keine abgehobenen Amps, sondern verwende “gute Mittelklasse”-Verstärker.Ganz kompliziert wird die Suche nach dem “Vintage-Sound”. Das ist der Punkt wo die Sabertooth sich von anderen Pickups unterscheiden. Der Strat-Sound der 50er und 60ergilt als Maß aller Dinge (schon wieder Strat - sie ist nun mal die am weitesten verbreiteteGitarre und läßt sich prima als Beispiel missbrauchen). A b e r, dieser Strat-Sound bedeutet auch 13” Saitensätze, leistungsschwache Verstärker mit schlappen Laut-sprechern. Auch hier gilt: Man muß wissen was man will. Wenn man diese Gitarren mitheutigem Equipment und den heute üblichen dünneren Saiten gehört hat und genau dasmit Vintage meint, ist ein Nachbau dieser Pickups (die vom Sound passende Klampfesollte man aber schon haben) die richtige Wahl. Man kann aber auch versuchen den Sound von damals an die heute üblichen Saitenanzupassen. Das ist das was Sabertooth-Pickups von den reinen Nachbauten unter-scheidet (OK, die leistungsschwachen Verstärker mit den schlappen Speakern müßt ihreuch dann auch noch besorgen). Wir wollen aber auch schon ein bischen eigenständig klingen. Das ist auch der Grund warum wir auf das Staggern der Polepieces verzichten. Für die modernen Saitentypen ist es schlichtweg nicht nötig! Die Saitenhersteller haben in den letzten Jahrzehnten viel Entwicklungsarbeit geleistetum Lautstärkeunterschiede zwischen den Saiten auszumerzen. Hersteller die ge- staggerte Pickups im Angebot haben gleichen deshalb (wenn sie es richtig machen) dasmit unterschiedlicher Magnetisierung der Polepieces wieder aus. Wie haben festgestellt, das wir in Verbindung mit modernen Saiten mit ungestaggertenPolepieces einfach bessere Ergebnisse bekommen. Das daß Staggern auch früher nicht bei allen Gitarristen für Begeisterung sorgte, kann man auf einigen Fotos vondamals sehen: Viele haben die Pickups “gekippt”. Das heißt, zu den Bass-Saiten wurdeder Tonabnehmer weiter im Pickguard versenkt, zu den nicht umwickelten wurde er weiterrausgeschraubt. Dadurch wurde das Staggern zum größten Teil neutralisiert Und zum Schluß kommen wir mal auf die “Billig-Klampfen” zu sprechen. Da gibt es Schrott bei dem ein neuer Pickup reine Geldverschwendung wäre, aber es gibt auch viele “Gut und Günstig” Gitarren die durchaus gut sind. Auch hier hilft es, sich das Teil unverstärkt anzuhören. Wenn das gefällt was man so hört, lohnt sich ein Wechsel derPickups auf jeden Fall. Man muß hier aber genau auf die hohen Töne achten. Wenn daein leichtes Scheppern zu hören ist, sollte man lieber keine Pickups verwenden die aufdie Wiedergabe von klaren transparenten Tönen optimiert sind. So schön diese PickupsDetails eines hochwertigen Instruments ans Tageslicht bringen, die zuvor nicht zu hörenwaren, so gnadenlos bringen sie auch unschöne Details einer Billig-Gitarre an`s Tageslicht. Nur als Tipp am Rande: ein Guter Steg wirkt oft Wunder. Bei einer Strat-Kopie bringt eine Bridge mit Stahlblock am meisten. |
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