Pickups Handmade in Germany

Vintage Pickups - oder doch nicht?

Sabertooth-Pickups sind keine gewöhnlichen Kopien der alten Orginale. Wir verwenden
sie zwar als Referenz, aber wir wollen keine reinen Kopien erschaffen (das machen schon genug andere). Unsere Pickups entstehen genau wie damals in reiner Handarbeit. Der Draht wird von Hand gewickelt und wir verwenden AWG42 Kupferdraht (AWG42=0,063mm Drahtdurchmesser). Wir verwenden aber neben den klassischen
Alnico-Magneten auch Neodym. Wir bauen unsere Pickups so, wie es sie in den 50er oder 60er Jahren hätte geben können. Warum? Damals hat man sich nicht besonders viel Gedanken um die Pickupherstellung gemacht. Pickups wurden ausschließlich von
den Gitarrenherstellern selbst produziert. Da mußte man die Gitarre so nehmen wie sie
war. Aber auch damals war nicht jeder Gitarrero wunschlos glücklich mit seinen Pickups.
Wir entwickeln alternative Vintage-Pickups die es damals hätte geben sollen. Und wir
 wollten unseren Pickups einen “speziellen” Sound geben. Den Sabertooth-Sound!

Pickups - Wie finde ich den richtigen?

Wenn ihr hier gelandet seid, sucht ihr die Lösung eines Problems - Irgendwas an eurem
Sound gefällt euch nicht so richtig. Ein neuer Pickup soll`s richten. Nur was für einer?
Ich kann euch diese Entscheidung zwar nicht abnehmen, aber ich kann ein paar Denk-
anstöße geben die euch helfen, den richtigen Tonabnehmer zu finden.
Spielt eure Gitarre ohne Verstärker mal an. Hört genau hin wie eine einzeln ange-
schlagene Saite klingt. Wie klingen ganze Akkorde? Habt ihr eine Gitarre die unverstärkt
eher warm (meistens meint man damit, das die unteren Mitten stärker betont werden)
oder Hart (betonte obere Mitten) klingt? Jetzt überlegt erstmal in welche Richtung ihr den Sound lieber hättet. Jetzt kann man schon mal eine Vorabauswahl treffen. Ihr habt hier
schon mal die Möglichkeit den Sound eures Instrumentes in eine bestimme Richtung
zu bringen. Bei einer Gitarre mit einem warmen Grundsound könnt ihr das mit einem
passenden Pickup weiter in diese Richtung treiben, oder ihr könnt dem mit einem eher
höhenbetontem Pickup entgegenwirken. Ich will das mal an einem Beispiel erklären:
Nehmen wir mal (weil ich die grad zu Hand hab) eine 84” Vintage Reissue-Strat. Diese
Gitarre hat gemessen an den meisten anderen Standard-Strats einen recht warmen
Klang. Mein Kunde hat an ihr bemängelt das, wenn er vom Hals- zum Steg-Pickup um-
schaltet der Klang zu scharf wird. Es passte nicht recht zu den beiden anderen Pickups.
Nach dem ich einen SC60x Alnico eingebaut hab passte der Sound. Dieser Pickup hat
den warmen Grundsound dieser Gitarre besser umgesetzt als der Orginal-Tonabnehmer
der einen eher harten Sound hatte. Spasseshalber hab ich mir in diese Gitarre auch mit einem SC50X angehört. Dieser Pickup hat einen sehr scharfen Sound, und was da zu hören war klang eher wie eine Tele als nach einer Strat. Man muß einfach wissen was
man will.
Das Blöde an der Sache ist nur, das man den Angaben der Pickup-Anbieter (also auch
mir) zum Sound glauben muß. Das heißt natürlich nicht das die alle lügen, aber das Problem an Beschreibungen ist nun mal, das man sich einer recht blumigen Sprache
bedienen muß: Warmer Sound, verhangener Sound, Attack usw.
Da kann jeder was anderes drunter verstehen. Aber dafür gibt es doch Soundfiles, werdet
ihr jetzt sagen. Stimmt, aber das ist nicht eure Gitarre die ihr da hört. Machen wir uns
nichts vor, ein Tonabnehmer kann nur das verarbeiten was er vom Rest der Gitarre an
Sound bekommt. Und das ist von Gitarre zu Gitarre verschieden. In der Regel hört ihr ein
hochwertiges schweineteures Instrument das über einen ebenfalls schweineteuren Amp über ein schweineteures Mikro aufgenommen wird (am besten noch `n bischen Hall
dazu). Bei euch klingt das dann aber ganz anders. Ihr schielt jetzt bestimmt nach links
auf den Button mit der Aufschrifft “Sound-Files”. Da bin ich wohl nicht besser als die anderen. Aber ich verzichte auf Effekte, damit ihr einen besseren Vergleich ziehen könnt.
Ich verwende auch keine abgehobenen Amps, sondern verwende “gute Mittelklasse”
-Verstärker.
Ganz kompliziert wird die Suche nach dem “Vintage-Sound”. Das ist der Punkt wo die
Sabertooth sich von anderen Pickups unterscheiden. Der Strat-Sound der 50er und 60er
gilt als Maß aller Dinge (schon wieder Strat - sie ist nun mal die am weitesten verbreitete
Gitarre und läßt sich prima als Beispiel missbrauchen). A b e r, dieser Strat-Sound bedeutet auch 13” Saitensätze, leistungsschwache Verstärker mit schlappen Laut-
sprechern. Auch hier gilt: Man muß wissen was man will. Wenn man diese Gitarren mit
heutigem Equipment und den heute üblichen dünneren Saiten gehört hat und genau das
mit Vintage meint, ist ein Nachbau dieser Pickups (die vom Sound passende Klampfe
sollte man aber schon haben) die richtige Wahl.
Man kann aber auch versuchen den Sound von damals an die heute üblichen Saiten
anzupassen. Das ist das was Sabertooth-Pickups von den reinen Nachbauten unter-
scheidet (OK, die leistungsschwachen Verstärker mit den schlappen Speakern müßt ihr
euch dann auch noch besorgen). Wir wollen aber auch schon ein bischen eigenständig klingen. Das ist auch der Grund warum wir auf das Staggern der Polepieces verzichten. Für die modernen Saitentypen ist es schlichtweg nicht nötig!
Die Saitenhersteller haben in den letzten Jahrzehnten viel Entwicklungsarbeit geleistet
um Lautstärkeunterschiede zwischen den Saiten auszumerzen. Hersteller die ge- staggerte Pickups im Angebot haben gleichen deshalb (wenn sie es richtig machen) das
mit unterschiedlicher Magnetisierung der Polepieces wieder aus.
Wie haben festgestellt, das wir in Verbindung mit modernen Saiten mit ungestaggerten
Polepieces einfach bessere Ergebnisse bekommen. Das daß Staggern auch früher
nicht bei allen Gitarristen für Begeisterung sorgte, kann man auf einigen Fotos von
damals sehen: Viele haben die Pickups “gekippt”. Das heißt, zu den Bass-Saiten wurde
der Tonabnehmer weiter im Pickguard versenkt, zu den nicht umwickelten wurde er weiter
rausgeschraubt. Dadurch wurde das Staggern zum größten Teil neutralisiert
 
Und zum Schluß kommen wir mal auf die “Billig-Klampfen” zu sprechen. Da gibt es Schrott bei dem ein neuer Pickup reine Geldverschwendung wäre, aber es gibt auch viele “Gut und Günstig” Gitarren die durchaus gut sind. Auch hier hilft es, sich das Teil
unverstärkt anzuhören. Wenn das gefällt was man so hört, lohnt sich ein Wechsel der
Pickups auf jeden Fall. Man muß hier aber genau auf die hohen Töne achten. Wenn da
ein leichtes Scheppern zu hören ist, sollte man lieber keine Pickups verwenden die auf
die Wiedergabe von klaren transparenten Tönen optimiert sind. So schön diese Pickups
Details eines hochwertigen Instruments ans Tageslicht bringen, die zuvor nicht zu hören
waren, so gnadenlos bringen sie auch unschöne Details einer Billig-Gitarre an`s Tageslicht. Nur als Tipp am Rande: ein Guter Steg wirkt oft Wunder. Bei einer Strat-Kopie bringt eine Bridge mit Stahlblock am meisten.

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